Durch den Süden Kenias: Masai Mara, Nairobi, Olepolos und Namanga

Ein Beitrag von Arnold Starosczyk (Lamu). Ganz spontan hatte ich mich für einen kurzen Trip ins Hochland von Kenia entschieden: Dienstag Nachmittag hatte ich meinen Flug mit Jambojet (der Budget-Airline von Kenya Airways) von Lamu nach Nairobi gebucht und 24 Stunden später war ich schon auf dem Weg dorthin. Die erste Nacht hatte ich in einem Hotel beim City Market verbracht und am nächsten Morgen um 8 Uhr bin ich zur Safari in die Masai Mara abgeholt worden. Da es eine Budget-Safari war, hatten wir erst noch weitere Touristen abgeholt und schließlich gegen 10 Uhr machten wir uns dann auf den Weg über Narok in die Masai Mara zum Ololaimutiek Gate.  Unterwegs hatten wir einen kurzen Fotostopp bei einem Aussichtspunkt  über das Great Rift Valley. Mittagessen gab es in Narok. Kurz hinter Narok war die Straße in einem schlechten Zustand, aber wir hatten einen guten Fahrer. Um 16 Uhr erreichten wir das Manyatta Camp.

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Ich hatte dieses Camp gewählt, weil man einen schönen Blick auf die umliegenden Hügel hat (der Rest der Gruppe hat ein paar hundert Meter weiter im Lenchada Camp übernachtet). Nach dem Einchecken ging es um 16:45 in das Reservat. Nachdem es schon fast Abend war, hatten auch die Löwen Hunger und sie labten sich an einem Büffel. Danach sahen wir noch einen Geparden und auf dem Rückweg zum Camp stoppten wir nochmals bei den Löwen.

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Das Abendessen im Camp war recht gut, nur das Frühstück etwas enttäuschend (aber es war ja auch ein Budget-Camp). Nach dem Frühstück verbrachten wir den ganzen Tag im Park. Innerhalb den ersten zwei Stunden hatten wir schon Giraffen, Zebras, Gazellen, Antilopen, Büffel, Elefanten, Löwen und einen Vogel Strauß gesehen.

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Es gibt hier auch einige farbenprächtige Vögel. Kurz darauf hatte unser Fahrer einen Leoparden im Baum entdeckt (ok, ehrlich gesagt, man hat schon von weitem einige Safaribusse/Jeeps dort stehen sehen). Dann ging’s weiter Richtung Mara River, den wir dann nach einer Mittagspause erreichten.

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Genau dort, wo sich die Große Tierwanderung abspielt. Wir sahen zwar keine River Crossings (es war auch schon Mitte September), aber nichtsdestotrotz war‘s interessant, riesige Krokodile zu sehen, Flusspferde, die sich auf einer Sandbank ausruhen und auch ein paar Zebras.

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Auf dem Rückweg stoppten wir nochmals bei Löwen, die einen anderen Büffel verspeisten. Danach sahen wir noch eine kleine Elefantenherde.

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Es war ein toller Tag in der Masai Mara. Der Rest der Gruppe besuchte noch eine Masai-Familie im Ort. In den letzten Jahren war ich zwar in vielen anderen Nationalparks in Kenia, aber in der Masai Mara erst einmal. Und zwar genau vor 10 Jahren, als ich das erste Mal Kenia besuchte.

Um 7 Uhr am nächsten Morgen starteten wir zu einer Früh-Pirschfahrt (knapp 2 Stunden). Auch das war nochmal recht schön und wir sahen wieder die Löwen mit dem gerissenen Büggel: da war nicht mehr recht viel übrig vom Vortag… Interessant war es auch, in der Nähe ein paar Aasgeier und einen Schakal zu beobachten, die sich an den Resten labten.

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Jetzt war’s aber Zeit für den Rückweg: Mittagessen hatten wir in Mahi Mahiu, von wo zwei Teilnehmer unserer Gruppe zum Lake Nakuru fuhren. Wir Restlichen wurden mit einem Privatfahrer nach Nairobi zurückgebracht. Nachdem die Mitreisenden zu ihren Hotels bzw. der Busgesellschaft gebracht wurden, hatte mich der Fahrer (gegen Aufpreis) zum Olepolos Country Resort, 42 Km vom Stadtzentrum Nairobis entfernt, gefahren. Es ist ein Restaurant, das für nyama choma (gegrilltes Fleisch) bekannt ist. Es ist etwas weiter entfernt, als ich dachte und so sind wir erst zum Sonnenuntergang dort angekommen. Bevor ich in einem der Manyattas eingecheckt bin, hatte ich gleich mein Abendessen geordert: nyama choma kuku (gegrilltes Hühnchenfleisch).

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Am nächsten Morgen hatte ich das Gelände erkundet, die Aussicht genossen und um 15 Uhr (nach dem Mittagessen) ging es wieder per Taxi zurück nach Nairobi. Da das Olepolos Country Resort auf der Straße zum Lake Magadi liegt, könnte man auch noch dorthin fahren oder das Olorgesaille Prehistorical Center besuchen.

Nairobi ist zwar nicht mein Lieblingsort, aber trotzdem gibt es auch ein paar interessante Sachen zu besichtigen. Mir gefällt das Eisenbahnmuseum recht gut, die Aussicht vom KICC Tower auf Nairobi ist toll und auch der Uhuru Park mit einem schönen Blick zur Skyline von Nairobi.

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Mein letztes Ziel auf diesem Trip war Namanga. Es ist eine Kleinstadt direkt an der Grenze zu Tansania (etwa 170 km bzw. 3,5 Std. mit öffentlichen Verkehrsmitteln von Nairobi entfernt). Im Hintergrund (schon in Tansania) sieht man den Mt. Longido (2648 m) mit seiner markanten Form, aber ansonsten hat der Ort wenig zu bieten. Man kann eine Wanderung in den Namanga Hills machen (Führer bekommt man in der Namanga River Lodge, wo auch der Weg startet). Anfang ist er noch recht gut, aber nach einiger Zeit geht es nur noch durch Büsche mit vielen Dornen (nicht viele Leute gehen diesen Weg!). Nach knapp 3 Stunden hatten wir einen Aussichtspunkt erreicht, zum Gipfel jedoch nicht, weil die Büsche immer dichter werden und außerdem angeblich Geparden im Wald leben.

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Zum Abschluss einer Safari im Hochland von Kenia bietet sich ein erholsamer Abschluss an der Küste an. Mit Jambojet kommt man ab etwa 40 Euro von Nairobi zur Insel Lamu mit Lamu Town als UNESCO Weltkulturerbe und Shela mit seinen schönen Stränden und Sanddünen. JamboHouse Lamu ist in Lamu Stadt gelegen, 3 min zu Fuß vom Stadtplatz (Mkunguni) mit dem Lamu Fort entfernt.

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Arnold Starosczyk (Jambo House) Jambo Logo

Arnold Starosczyk ist Eigentümer und Betreiber des JamboHouse, eines Gästehauses auf der Insel Lamu. Alle hier veröffentlichten Fotos (c) Arnold Starosczyk / Jambo House.


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Ein Abend im Fort Jesus

Insidertipp von Monika Solanki (Mombasa): Seit August 2016 findet im Fort Jesus bei Mombasa wieder regelmäßig die Sound & Light Show „Mombasa by Night“ statt. Das Programm sieht folgendermaßen aus: Die Gäste werden von den Hotels zum Fort Jesus gefahren. Dort werden Sie von Fackelträgern empfangen und ins Innere des Fort Jesus geführt.

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Nach einem Willkommensgetränk wird eine ca halbstündige Musik- und Lichtshow zur Geschichte der historischen Festung gezeigt.

Anschließend genießt man im Innenhof des Fort Jesus ein fünfgängiges Essen.

Gegen 22.30 Uhr geht es dann wieder zurück ins Hotel. Ein wirklich tolles Erlebnis!


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Monika Solanki und ihr Mann Mahendra sind Eigentümer und Geschäftsführer von Special Lofty Safaris, einem Anbieter von Safaris und Ausflügen mit Sitz in Mombasa. Monika Solanki ist außerdem Vorsitzende vom Küstenzweig der Kenya Association of Tour Operators (KATO).