Tsavo Ost, Tsavo West, Masai Mara, Shimba Hills, Ruma, oder doch besser Amboseli?

Ein Bericht von Amina Sabel (Wasini / Südküste). Als in Kenia ansässige Deutsche werde ich öfter mit der Frage konfrontiert, welcher der großen Nationalparks der beste sei – eine Frage, auf die ich keine einfache Antwort finde. Meiner Meinung nach kommt es ganz darauf an, was man gerne sehen möchte. Die Pferdeantilope? Die gibt es nur im Ruma Nationalpark. Mähnenlose Löwen? Dann in den Tsavo Ost oder West. Die Rappenantilope? Die gibts nur im Shimba Hills Naturreservat. Jedoch für diejenigen, die in einem relativ kurzen Zeitraum viele Tiere in einer unübertrefflichen Artenvielfalt, inklusive der grossen Wildkatzen in Aktion sehen wollen, denen kann ich nur ein Ziel empfehlen: die endlose Masai Mara.

Tiere in Huelle und Fuelle in der Masai Mara

Loewenkinder in der Masai Mara

Die Masai Mara bildet gemeinsam mit der Serengeti (auf dem tansanischen Staatsgebiet) den größten geschützten Bereich für Wildtiere in Ostafrika. Schon als Kind habe ich sonntags immer total faszieniert verfolgt, was Dr. Grzimek von dort berichtet. Überraschende, wilde, ungebannte Natur in Hülle und Fülle – und genau so ist es heute noch! Selbst außerhalb der weltbekannten Migrationszeit kann man oft auf einen einzigen Blick tausende von Tieren sehen: hier ein Nashorn, da ein Duzent Giraffen, weiter hinten eine verstreute Elefantenherde, am Horizont ein Grüppchen von Wasserbüffeln, und zwischendrin die Gnus, Impalas, und viele andere afrikanische Antilopenarten. Für mich kommt der Vorstellung des Paradises auf Erden kaum ein Ort näher.

Gnus Zebras Ibisse und Maraboutstoerche

Gepard in der Masai Mara

Um diese weite Ebene und sein Bewohner optimal erleben zu können, ist natürlich die Wahl des Fahrzeuges inklusive Safariguides sowie die Unterkunft von elementarer Bedeutung.

Safari mit Mara Siria Camp

Die besten Erfahrungen habe ich ohne Zweifel mit Phoenix Safaris gemacht – ein deutsches Safariunternehmen mit Sitz in Nairobi was zudem das Mara Siria Camp betreibt. Bei beiden Safaris, die ich bisher mit Phoenix Safaris gebucht habe, hatten wir äußerst freundliche und kompetente Guides – ein Aspekt, der einem Safarierlebnis eine extra Note gibt. Im Gegensatz zu manch anderen Camps ist das Mara Siria Camp nicht eingezäunt und so haben wir mehrmals erleben können, wie eine Zebraherde oder einige Impalas vor unserem Luxuszelt auftauchten.

zebras direkt vor dem zelt

Nach Einbruch der Dunkelheit wird man deshalb auch immer von einem Masai begleitet –  na, und das hat meiner Schwester besonders gefallen! Weiterer Top-Punkt des Mara Siria Camps ist die Lage direkt am ‘Mara Escarpment’. Die Luxuszelte und Bandas sind so angelegt, dass man sogar von seiner Privatterasse aus einen ungestörten Blick in die unbeschreibliche Weite der Ebene hat.

Aussicht auf den Mara River

Das Camp an sich bindet sich nahtlos in die wilde Umgebung ein..keine Zementwege oder Generatorengeräusche weit und breit – nur afrikanische Natur pur! Bei unserer zweiten Mara Siria Camp Safari haben wir uns auch für einen längeren Aufenthalt entschieden, was ich auch nur jedem empfehlen kann. Selbst ein Tag ohne Gamedrives ist hier ein einmaliges Erlebnis.

Bester Ort für eine Kaffeepause Frühstück im Mara Siria Camp

Beim ausgedehnten Frühstück Klippschliefer beobachten, dann ein Bad im Plungepool mit Aussicht auf Hippos, die sich im darunterliegenden Mara Fluss baden, nach einem ausgezeichneten Mittagessen noch einen Nature Walk, geführt von einem Masai…. ach, herrje, bei diesen fantastischen Erinnerungen bricht bei mir sofort das Masai Mara Virus wieder aus;  ich könnte gerade schon wieder losziehen!

Klippschliefer im Mara Siria Camp

Was ich noch jedem Safari-Neuling mit auf den Weg geben möchte: bei den Ausgaben für eine Safari zu sehr zu geizen geht meist nach hinten los! Eine schlecht organisierte Tour, mässig gewartete Autos, unausgebildete Guides, ein lieblos geführtes Camp mit mittelmässigem Essen…solche Faktoren können einem die Safari wirklich vermiesen. Man sollte sich damit abfinden; schon allein wegen der Eintrittsgelder können dies sowieso keine günstigen Tage werden. Schauen Sie sich besser zwecks Ihrer darauffolgenden Strandtage genau um. In diesem Bereich eines Keniaurlaubs kann man – wenn man will – ohne Abstriche sein Budget wieder ein wenig herunterschrauben.


Amina Sabel

Amina Sabel, hier mit ihrem Mann Feisal abgebildet, ist Miteigentümerin des Wasini Travel Guide, der Blue Monkey Beach Cottages und Banda Mlimani. Sie ist Gründungsmitglied der Wasini Boat Operators und des Wasini Youth Nature Clubs.


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