Reise entlang der Küste von Lamu bis in den Süden

Ein Beitrag von Arnold Starosczyk (Lamu). In meinem letzten Beitrag habe ich schon die Inselgruppe Lamu vorgestellt. Jetzt möchte ich die Reise entlang der Küste von Lamu bis in den Südteil der kenianischen Küste vorstellen. Da ich selbst (auch in Kenia) sehr viel reise (wenn ich die Möglichkeit habe), kann ich unseren Gästen natürlich auch viele Infos und Ratschläge für andere Gegenden Kenias geben. Vor ein paar Tagen habe ich selbst wieder einen Kurztrip nach Mtwapa und Malindi gemacht.

Von Lamu nach Malindi gibt es täglich (außer dienstags) Flüge. In Malindi kann man die Vasco da Gama Säule besichtigen (zur Erinnerung an Vasco da Gama, der 1498 das erste Mal hier war).

Vasco da Gama- Säule

Allerdings wurde diese Säule erst viel später errichtet. Nichtsdestotrotz, ist auch der Blick über die Bucht zu den Sanddünen nördlich von Malindi beeindruckend. Etwas südlich schließt sich der Malindi Marine Park an. Einen sehr lohnenden Halbtagesausflug kann man nach Marafa (Hells Kitchen) machen. Es handelt sich um sehenswerte Erd- und Felsformationen.

Hell's Kitchen Malindi

Wenn man mit dem Leih-Auto oder Taxi unterwegs ist, kann man es so einplanen, dass man zum Sonnenuntergang dort ist, was wunderschön sein soll (ich war leider nur tagsüber dort). Etwas außerhalb von Malindi, auf dem Weg nach Marafa, kann man sogar Flusspferde und Flamingos im Sabaki River sehen (was viele Leute nicht wissen!).

Flusspferde am Sabaki River

Weiter Richtung Süden kommt man zuerst nach Gede. Dort gibt es interessante Ruinen zu besichtigen. Ein paar Kilometer weiter Richtung Küste kommt man dann nach Watamu. Im letzten Beitrag über Lamu habe ich ja schon geschrieben, dass der Shela Beach auf Lamu für mich einer der schönsten Strände Kenias ist. Nun, Watamu und Diani Beach (dazu später mehr) sind meine weiteren Favoriten. Mir gefällt die Watamu Bay am besten.

Watamu Bay

Was man dort unbedingt machen sollte, ist, mit einheimischen Bootsleuten zum “Lovers Island” zu fahren (man kann sich dorthin auch ein Mittagessen bringen lassen).

Lovers Island

Es ist einer der vorgelagerten Felsen in der Bucht mit glasklarem Wasser und ohne Seegras. Die verschiedenen Buchten in Watamu haben alle Seegras. Trotzdem, man kann wunderschöne Spaziergänge entlang den Stränden machen. Am Ende des letzten Strandes erreicht man dann den Mida Creek. Das ist ein Vogelparadies. Man kann Bootstouren machen und auf der anderen Seite gibt es einen Boardwalk.

Der nächste Stop ist dann Kilifi. Hier kann man mit einer Dhow (traditionellem Segelboot) Sonnenuntergangsfahrten im Creek machen. Etwas weiter südlich gibt es in Kuruwitu einen idyllisch gelegenen Strand, den nur wenige Leute kennen. Abenteuerlustige können mit einem Motorradtaxi nach Takaungu und zu den Vuma Cliffs.

Weiter geht’s nach Mtwapa. Dort habe ich letzte Woche einen tollen Bootsausflug im Mtwapa Creek gemacht.

Mtwapa Creek

Direkt am Mtwapa Creek ist das Moorings Restaurant, das stolz wirbt “The only Floating Restaurant in Kenya”. Nun gut, in Lamu haben wir auch ein Floating Restaurant. Moorings hat dennoch einen guten Namen, ist schön im Creek gelegen und Hauptgerichte starten ab etwa 11 Euro (ich hab’s mir schon mal für das nächste Mal in Mtwapa vorgemerkt!). Ansonsten kann man noch einen Besuch bei den Jumba Ruins mit einem Mittagessen bei Monsoon’s verbinden. Das ist ein bekanntes Restaurant direkt neben den Ruinen. Aber Achtung, das Restaurant hat nur Mittags offen.

Auf der Südseite des Creeks schließen sich dann die Strände von Shanzu, Bamburi und Nyali an. Hier gibt es viele Möglichkeiten, abends wegzugehen. In Shanzu gibt es noch das Ngomongo Village. Hier werden einige der 42 Stämme Kenias vorgestellt. Dazu kann ich aber keine aktuellen Infos geben, weil es bei mir schon 7 oder 8 Jahre her ist, als ich dort war. Wenn man seinen Urlaub in dieser Gegend verbringt, sollte man unbedingt zum Abendessen ins Tamarind Restaurant in Nyali gehen.

Tamarind Dhow

Es ist ein renommiertes Restaurant direkt am Creek von Mombasa. Man hat eine wunderschöne Abendstimmung dort. Und in der Hochsaison kann man auch eine Bootstour buchen (mit Mittag- oder Abendessen).

Mombasa: es ist eine große und geschäftige Stadt, hat aber trotzdem ein paar nette, sehenswerte Ecken. Natürlich sollte man die Altstadt besichtigen, allerdings NUR mit einem lizensierten Führer. Diese findet man beim Fort Jesus. Das Fort selbst bietet schöne Blicke auf den Creek und hat einige Ausstellungsräume. Was auch noch lohnend ist: man kann zum Tudor Creek (Tudor Water Sports Marina) fahren und dort im Hotelrestaurant direkt am Creek essen. Ach ja, fast hätte ich es noch vergessen, die bekannten Elefantenstoßzähne aus Metall über der Moi Avenue muss man auch gesehen haben.

Weiter geht’s dann zum Diani Beach. Noch muss man (meist) die Fähre benutzen, wo Staus und Gedränge an der Tagesordnung ist (auf Taschendiebe aufpassen!). Allerdings ist jetzt mit dem Bau einer Umgehungsstraße begonnen worden. Ansonsten, von Nairobi kann man auch direkt mit Jambojet, Air Kenya und Fly540 nach Ukunda/Südküste fliegen. Diani Beach hat einen wunderbar feinsandigen Strand und mir gefallen die grün-türkisen Farben des  Wasser sehr gut.

Diani Beach

Einer meiner Lieblingsorte am Diani Beach ist die Kongo Mosque, direkt am Kongo River gelegen. Man kann dort mit einheimischen Bootsleuten den Kongo River etwas hochfahren. Wer am Diani Beach übernachtet sollte unbedingt einmal ins Ali Barbour Cave Restaurant gehen. Es ist ein traumhaftes Höhlenrestaurant. Die südliche Verlängerung des Diani Beach ist der Galu Beach. Noch ein paar Kilometer weiter befindet sich Chale Island. Für Urlauber, die ein paar Tage relaxen wollen, ist das Sands at Chale Island Hotel eine sehr gute Option.

Chale Island

Von Diani Beach kann man auch einen schönen Ausflug ins Hinterland zu den Shimba Hills machen. Ich war vor ein paar Jahren dort, allerdings haben wir da nur sehr wenige Tiere gesehen, aber allein die Landschaft lohnt die Anfahrt. Man kann auch zu den Sheldrick Falls, einem versteckt gelegenen Wasserfall, runtersteigen. Mittagessen gibt es dann meist in der Shimba Hills Lodge, ein originelles Baumhotel.

Shimba Hills Lodge

Dann gibt es noch das Mwaluganje Elephant Sanctuary, aber da, glaube ich, muss man übernachten.

Zurück zur Küste, Wasini Island (kurze Bootsüberfahrt von Shimoni) ist auch noch ein schöner Ort zum Relaxen. Es ist eine kleine Insel mit muslimischer Bevölkerung, die einen sehr sehenswerten Korallengarten hat.

Korallengärten auf Wasini

Das Beste aber sind Bootsausflüge zum Schnorcheln in den Kisite Marine Park.

Kisite Marine Park


Arnold Starosczyk (Jambo House) Jambo Logo

Arnold Starosczyk ist Eigentümer und Betreiber des Jambo House, eines Gästehauses auf der Insel Lamu. Alle hier veröffentlichten Fotos (c) Arnold Starosczyk / Jambo House.


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2 Gedanken zu “Reise entlang der Küste von Lamu bis in den Süden

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